Geheimtipp: Selbstgemachter Hustensaft

Der erste Eindruck: Iiiiih. Der zweite Eindruck: Warum eigentlich nicht? Aus aktuellem Anlass *hust* war ich in den letzten Tagen an die Couch gefesselt und habe mich mit Hausmittelchen beschäftigt. Bei einer normalen Erkältung sagt man ja so schön, es dauert 7 Tage ohne Medikamente und 1 Woche mit. Wie wahr, wie wahr. Allerdings saß ich da und wollte gerne etwas gegen meinen trockenen Husten machen, ohne mich aufraffen zu können, zur Apotheke zu gehen. Außerdem hatte ich noch im Hinterkopf, dass meine Oma, die Krankenschwester war, mir als Kleinkind z. B. Ohrenwickel aus Zwiebel und Wadenwickel mit Quark gemacht hat. Ein bisschen Internetrecherche kann nicht schaden, dachte ich mir, und machte mich auf die Suche.

Siehe da, die Lösung war relativ nah: Selbst gemachter Hustensaft aus Zwiebeln! Klingt komisch? Macht nichts, denn erstens wird der Saft durch die Zugabe von Zucker echt süß, und zweitens, wenn man es denn als „Vorteil“ bezeichnen will, riecht und schmeckt man bei einer Erkältung eh kaum etwas.

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Ich habe mir also meinen eigenen Hustensaft hergestellt und kann echt bestätigen, dass es sowohl reizlindernd als auch schleimlösend (jaja, wie lecker, ich weiß) war. Und nachdem ich 4x einen Teelöffel genommen und den Tag lang gehustet habe, war es schon am nächsten Tag viel besser, wo es sich sonst zwei oder drei Tage mit dem schleimigen Husten hingezogen hat. Falls ihr trotz des schönen Wetters demnächst mal wieder von einer Erkältung geplagt werdet, kann ich euch nur empfehlen, den Saft nachzumachen:

DSC_0887 - KopieZutaten (für 1 – 2 Tage):

2 mittelgroße Zwiebeln

3  EL Zucker

1 EL Honig

 

 

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Zubereitung:

Zwiebeln in Ringe schneiden und in ein ausgewaschenes Konservenglas abwechselnd Zwiebeln- Zucker – Zwiebeln – Honig – Zwiebeln – Zucker geben. Etwa 1 Stunde warten, dann hat sich der erste Saft am Boden abgesetzt. Mit einem Teelöffel herausholen und etwa 4x täglich je nach Bedarf 1 Teelöffel oder 1 Esslöffel zu sich nehmen.

Übrigens: Die exakten „Zutaten und Zubereitung“ sind Glaubenssache und nicht wirklich relevant: Manche nehmen weißen Zucker, andere wegen des Naturaspekts Rohrzucker, wieder andere Honig (ich habe mich siehe Fotos für eine Mischung der letzten beiden entschieden). Viele bereiten ihn roh zu, dann sollte er allerdings nach spätestens 3 – 4 Tagen aufgebraucht sein oder weggeschmissen werden. Wer selbstgemachten Zwiebel-Hustensaft auf Vorrat machen will, kann (laut Internetrecherche, das habe ich noch nicht selbst ausprobiert) die Zwiebeln in einer Pfanne anbraten, den Zucker karamellisieren und den Sirup verschlossen aufbewahren.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Becky sagt:

    Bei uns wird der traditionell mit Kandis gemacht: Zwiebel schneiden, ordentlich Kandis drüber und dann 1-2 Tage stehen lassen. Ist nicht lecker, aber soll ja auch Medizin sein. 😉 🙂 Gute Besserung noch!

  2. Katharina sagt:

    Dankeschön – es wird von Tag zu Tag besser! Und der Kandis löst sich auf? Wahnsinn 🙂 Also wie gesgat, eigentlich müsste man den mal im gesunden Zustand probieren, aber ich hab wirklich gar nichts geschmeckt ^^ Und gekaufter Hustensaft hat ja auch nicht gerade den Ruf, lecker zu sein.

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