Mal was anderes zum Frühstück

Für manche ist Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Zugegeben, ich mag es sehr, am Wochenende mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag zu starten, zwischen etlichen Brötchen- und Marmeladensorten auszuwählen, sich Zeit zum Rührei machen zu nehmen, am Sonntag Pancakes zu backen, im Winter frischen Orangensaft zu pressen….

leckere Pancakes

In der Woche sieht es bei mir jedoch anders aus. Nicht nur, weil ich keine Zeit hätte, sondern vielmehr, weil ich direkt nach dem Aufstehen nicht gerne etwas esse. Auf Arbeit kann man ja nun auch nicht anfangen, Brötchen und Aufstrich auszupacken, nur ein Müsliriegel macht mich meistens nicht lange satt, genauso wie „nur Obst“ – da ist Joghurt mit Obst und Müsli eine gute Lösung. In letzter Zeit probiere ich jedoch etwas heraum und habe eine süße Lösung (sogar to go) für den Morgen und neulich etwas anderes herzhaftes probiert.

Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden… ich bin ein Fan von Haferbrei geworden! Zugegeben, sehr appetitlich klingt es nicht und hübscher aussehen könnte er auch, aber er macht satt, hat aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts auch einen guten Effekt auf die Verdauung und man kann ihn prima nach den eigenen Geschmacksnerven variieren. Auch ob kalt oder warm bleibt jedem selbst überlassen, ich habe bis vor ein zwei Monaten noch nie so etwas Warmes zum Frühstück gegessen, habe mich mittlerweile jedoch so daran gewöhnt, dass ich es ab und zu vermisse, wenn ich mir ein paar Tage keinen Haferbrei zubereite. Meine Lieblingssorte ist Schokohaferbrei mit Banane, denn durch das zerdrückte Obst kommt man ohne zusätzliche Süßungsmittel aus, was das Ganze auch etwas gesünder als einen gekauften Müsliriegel oder eine Schale Cornflakes macht.

Dabei geht Haferbrei auch super einfach. Im Verhältnis 1:1:1 zarte Haferflocken, Milch und Wasser in einen Topf geben (ich nehme zum Abmessen immer dieselbe Tasse),  aufkochen lassen, Herd abdrehen und noch etwas quellen lassen. Für die Schokovariante noch 2 – 3 EL Kakaopulver hinzufügen. Wer es etwas kerniger (Richtung Milchreis) und weniger breiig mag, der kann einen Teil oder die gesamten zarten Haferflocken durch kernige ersetzen. Anschließend kann man den Haferbrei, übrigens auch Porridge genannt (was mich anfangs total irritiert hat, weil ich dachte, was hat den Frühstücksbrei mit Lauch zu tun*lach*) nach Belieben verfeinern, z. B. mit Honig und Kokosflocken, frischen Früchten, eine zerdrückte Banane unterheben und und und. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schoko_Bananen_HaferbreiHaferbrei_mit_Mangos

Was ich auch interessant finde, sind Frühstücksmuffins, da habe ich beim Stöbern ein Rezept gefunden, bei dem es quasi darum geht, gute energiereiche Zutaten (Haferflocken, Vollkornmehl, Bananen) in einen Muffin zu verpacken und nur wenig Fett und Zucker zu verwenden. Das werde ich bestimmt demnächst auch mal ausprobieren, denn so handlich wie ein Muffin ist kann man den auch gut mit auf Arbeit nehmen. Und durch das Vollkornmehl und die Haferflocken sollte er in der Theorie auch länger satt machen als z. B. Cornflakes.

Neulich bin ich jedoch morgens aufgewacht und hatte seltsamerweise totalen Heißhunger auf etwas HerzhafteEierschmarrn_Zutatens, und konkret sogar auf Avocado. Das ist mir noch nie passiert, und bevor jemand fragt, nein ich bin nicht schwanger, ich hatte einfach nur wahnsinnigen Hunger! Also habe ich in den – ziemlich lEierschmarrn_kocheneeren – Kühlschrank geschaut und mir dann eine Art Eierschmarrn mit Avocado-Tomatengemüse gezaubert. Dazu habe ich zwei Eier getrennt, das Eiweiß steif geschlagen, das Eigelb mit 1 – 2 EL Wasser vermischt und gesalzen, das Eiweiß wieder druntergehoben und in einer Pfanne angebraten. In der Zwischenzeit habe ich eine Avocado geschält und gewürfelt, Tomatenwürfel geschnitten und das Ganze mit Zitronensaft und Pfeffer gewürzt. Erstaunlich lecker und leicht! Das war das Ergebnis:

Eierschmarrn

Und was mir aufgefallen ist – weil ich Ende März einen Beitrag zu Paleo, einer Ernährungsweise, die sich an der Steinzeit orientiert hat und dabei auf verarbeitete Lebensmittel wie Getreibe, aber auch Milchprodukte verzichtet: Ich koche sehr selten Gerichte, die nur aus Gemüse und/oder Fleisch bzw. Eierprodukten bestehen. Und weil Beckys Diner sich gerade in einer Aktion mit Paleo auseinandersetzt, schicke ich meinen Eierschmarrn zum Frühstück, den man sicherlich auch als Mittagssnack oder leichtes Abendbrot essen kann, zum Blogevent rüber:

BlogEventBanner-Paleo

Man hört zwar oft, es ist gut, gerade abends ohne Kohlenhydrate zu kochen, aber ich bin ein kleines Beilagenkind. Keine Nudeln oder kein Couscous? In meiner Welt nicht vorstellbar. Ich finde es jedoch wichtig und gut, sich mit anderen Ernährungsformen auseinanderzusetzen, und sei es nur, um die eigene Ernährung bewusster und vielfältiger zu gestalten, wenn man sich auch nicht auf eine bestimmte Ernährungsform festlegen muss.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Ideen zum Thema Frühstück geben – auf jeden Fall eine Mahlzeit, bei der man viel experimentierfreudiger sein sollte.

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