Tomate, Erdbeere & Co [Pflanz-Aktion]

Der Frühling ist wunderbar… frische Bruschetta, Spargel mit Kräutercrêpes, Grillgemüse und und und. All dieses saftige und frische Obst und Gemüse – was liegt da näher, als ein Teil davon selbst anzubauen, wenn es der eigene Platz hergibt.

Bruschetta

Wengistens ein paar Kräuter kann eigentlich jeder auf dem Balkon oder sogar auf dem Küchenfensterbrett anfplanzen.Tja das einzige Problem an der Sache ist, dass ich generell Pflanzen nicht auseinander halten konnte, bis vor ein paar Jahren dachte, Zucchini wachsen unter der Erde (*schäm* meine Kollegin mit Garten hat mich dann etwas amüsiert aufgeklärt) und ich frische Erbsen nur aus einer Papiertüte vom städtischen Markt kannte. Tja das ist das Problem wenn man so gar nicht in einem ländlichen Umfeld aufgewachsen ist. Zugegeben, es hat mich auch nie sonderlich interessiert, im Biologieunterricht habe ich lieber Galgenraten mit der Sitznachbarin gespielt und mein Herbarium war mir verhasst. Aber jetzt bin ich ja groß und weiß zumindest das Ergebnis von (Nutz-)Pflanzen zu schätzen, nämlich leckeres und vor allem frisches Obst und Gemüse.

Ihr seht, ich bin eigentlich so gar kein Pflanzen-Typ, aber die Einsicht, wie toll es ist, etwas anzubraten und schnell noch frischen Rosmarin in die Pfanne zu werfen, am Sonntag frisches Schnittlauchrührei zu braten oder selbst gezogene Kirschtomaten in den Salat zu würfeln hat zu der Einsicht geführt, dass sich die Mühe doch lohnt 🙂 Hier also ein Aufruf an alle Essensliebhaber, den Platz zu nutzen und leckere Kräuter und Gemüse- oder Obstsorten selbst anzupflanzen. Jetzt Mitte bis Ende Mai ist auch der perfekte Zeitpunkt, da dank Verstreichen von Allerheiligen kein Frost mehr droht und die Pflanzen schön viel Sonne abbekommen.

Fast alle Kräuter mögen einen sonnigen bis halbschattigen, nicht zu windigen Standort. Da wir eine Terrasse haben, haben wir eine Kräutertreppe angelegt und zusätzlich noch Basilikum in der Küche stehen. Dafür haben wir spezielle Kräutererde gekauft und ich hab den Vergleich nicht zu normaler Erde, aber unsere Kräuter gedeihen prächtig. Die Kräuter draußen haben wir Mitte April angelegt, also ziemlich genau vor einem Monat. Ich bin begeistert, wie es jetzt ausschaut, viel buschiger bzw. die ausgesäte Kresse und Petersilie (im mittleren Topf) ist überhaupt erst gewachsen und der Schnittlauch ist zwar genauso groß, aber wir haben ihn schon mehrfach ernten können, einfach toll!

Kraeutertreppe_vorher_nachher

Klassische Küchen- und Balkonkräuter: Basilikum, Petersilie (glatt oder kraus), Schnittlauch, Thymian, Oregano, Kresse, Rosmarin………. im Endeffekt je nach persönlichem Geschmack.

Ein Tipp von mir: Zitronenthymian – schmeckt wirklich zitronig und riecht wunderbar! Und erfahrungsgemäß ist Basilikum ein Renner und z. B. für selbstgemachtes Basilikumpesto braucht man in der Regel einen ganzen Topf/Busch, so dass sich in der Regel der doppelte Anbau lohnt (ich habe 4x Basilikum angepflanzt 🙂 ). Gerade Basilikum braucht extrem viel Wasser, also immer fleißig gießen, morgens oder abends. Wenn man Basilikum nicht fertig kauft, sondern die Samen aussät, empfehle ich sogenannte Kräuterbänder oder Aussaat“kreise“, wo die Samen im richtigen Abstand liegen und komplett mit dem Stoff in die Erde getan und nur leicht mit Erde bedeckt werden. Bei mir hat es 5 – 8 Tage gedauert, bis das erste Grün vorsichtig durch die Erde kam, bis das Ganze wie ein „normaler“ Basilikumkräutertopf aus dem Supermarkt ausschaut und wirklich abgeerntet werden kann, vergehen ca. 5 Wochen – aber es lohnt sich, schaut selbst:

mein_Basilikum_waechst

Wer dann noch Platz hat, kann z. B. Tomaten im Kasten oder in Töpfen pflanzen. Wir haben diese dieses Jahr etwas früh besorgt und mussten sie noch drinnen „übernachten“, das danken sie uns allerdings auch schon, indem die ersten Früchte sprießen. Ich hoffe, folgendes Foto ist auch für euch Motivation, selbst (Kirsch-)Tomaten anzubauen, mir läuft das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an die saftigen, aromatischen Tomaten denken, die die Sträucher hoffentlich bald tragen und ich freue mich riesig, die dann einzeln zu pflücken. Was beachtet werden muss? Auch Tomaten brauchen viel Wasser und man sollte sie „ausgeizen“, d. h. wenn zwischen Hauptast und Nebenstängel an der Gabelung irgendwas wächst, einfach entfernen (so, das war die sehr laienhafte Beschreibung dessen, was man machen muss, aber ich bin nun mal kein Pflanzenexperte). Was man vielleicht auch als Stadtkind nicht unbedingt weiß: Zuerst kommen die gelben Blüten, und wenn die verblühen kommen an diesen Stellen die kleinen grünen Tomatenfrüchte raus, die langsam größer werden:

Tomatenpflanze

Das sind also meine bisherigen Pflanzerfahrungen, und ich hoffe, dass meine Mühe sich auszahlt und alles fleißig weiter wächst. Wir sind sogar von den ersten Ergebnissen so motiviert, dass wir jetzt 4 kleine Klettererdbeerpflanzen gekauft haben. Toi toi toi, dass die auch was werden, denn ich liiiiiiebe Erdbeeren. In der Hoffnung, dass das was wird, kann ich euch dann ab Juni hoffentlich tolle Erdbeerrezepte mit selbst gepflückten Früchten vorstellen, ich bin gespannt.

Jetzt wünsche euch allen erst einmal ein schönes Wochenende und viel Spaß, bei dem was ihr macht, sei es Gärtnern, Kochen, Backen oder etwas ganz anderes!

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