Küchenduft und Backgenuss

Für alle, die gerne essen, kochen und backen. Und für alle, die einfach gerne stöbern.

Street Food: Die Entdeckungsreise eines Trends

Wir alle haben schon einmal Street Food gegessen. Sei es die Currywurst, der Döner, die Asia-Box oder ein Langos auf dem Weihnachtsmarkt. Doch über dieses fast schon „normale“ Street Food hinaus hat sich hier in Deutschland in den letzten Jahren ein großer Trend entwickelt, der aus anderen Ländern zu uns „herüber geschwappt“ ist und den ich euch gerne näher vorstellen möchte. Da das unglaublich spannend und vielseitig ist, würde dieser Beitrag platzen, wenn ich alles hineinpacken würde, was mir auf der Zunge liegt. Daher habe ich mich entschlossen, euch auf eine kleine Reise mitzunehmen, die von einem kulinarischen Bericht über das Street Food Weekend in Mannheim bis hin zu Rezensionen von aktuellen Street Food-Büchern reicht und gespickt ist mit meinen persönlichen Experimenten, Street Food zu kochen. Ich hoffe, ihr habt dabei genauso viel Spaß wie ich: Ich freue mich auf unsere gemeinsame kleine Entdeckungsreise in den nächsten Wochen!Street_Food_LoveEinfach übersetzt könnte man Street Food mit Straßenküche gleichsetzen. Es steht für authentisches, preiswertes und vor allem frisch zubereitetes Essen. Daraus folgt logischerweise, dass es sehr regional geprägt ist und beispielsweise von den landestypischen Saisonprodukten abhängt. Gerade in Deutschland fallen mit spontan die Imbissstände mit Bratwurst, Currywurst und Grillhähnchen ein. Mittlerweile gibt es aber auch rollende Maultaschen- oder Käsespätzlewagen – authentisch und regional eben. Es wird, wie der Name sagt, auf der Straße verkauft und ist sowohl Zwischen- als auch Hauptmahlzeit. Bei süßem Street Food wie Cookies und Eis kann es natürlich auch einfach mal ein Nachtisch sein. In vielen Ländern dient Street Food auch vielen Leuten als wichtiger Bestandteil zu ihrer Ernährung, entweder weil man das Essen selbst nicht günstiger herstellen könnte, es zu heiß zum Kochen ist oder die Zeit fehlt.Es wird auf der Straße verkauft, in Asien häufig von kleinen Ständen, in den USA meist aus sogenannten Food Trucks heraus, also zu mobilen Küchen umgebaute Wagen. Dabei ist ein Verkaufsstand oft an unterschiedlichen Orten zu finden, man folgt entweder der Mundpropaganda oder (dem Internet sei dank) den tagesaktuellen Hinweisen. Oft sind die Stände auf Märkten zu finden – entweder als Ergänzung zu klassischen Märkten oder entsprechend einem neuen Trend auf Street Food-Märkten, auf denen es dann aber auch wirklich nichts anderes als leckeres Essen gibt.

Der Vorteil von Street Food ist, dass es ganz oder zu großen Teilen vor den Augen der Kunden frisch zubereitet wird (Ausnahmen gibt es immer, aber das steht auf einem anderen Blatt). Außerdem wird es normalerweise auch gleich frisch gegessen (sonst wäre es ja auch schon wieder Essen „to go“). Die Vielfalt hierbei lässt sich gar nicht beschreiben, aber um nur eine winzige Auswahl zu nennen: Burger, Quesadillas, Fish ’n‘ Chips, Tacos, Sesamringe, Salat, Sandwiches, Burritos, Bagels etc. Street Food ist dabei nicht mit Fast Food gleichzusetzen, denn auch wenn man Zeit spart, weil man nicht selbst kocht, reicht die Spanne bei Street Food-Gerichten vom schnellen Snack auf die Hand bis hin zu raffinierten Gerichten. Normalerweise gibt es an einem Stand nur eine begrenzte Auswahl, diese wird jedoch frisch zubereitet. Die Spezialisierung auf eine bestimmte Essensrichtung sorgt auch dafür, dass die hungrigen Kunden das Essen relativ preiswert bekommen. Die Anzahl der Zutaten und der Aufwand, der für das Essen betrieben werden kann, sind natürlich begrenzt, denn Street Food wird oft auf kleinem Raum zubereitet. Oft ist es zudem gesellig, weil viele Menschen sich mit demselben Essen versorgen und man ins Gespräch kommt – vielleicht auch, weil über das (gute) Essen gesprochen wird 😉

Street_Food_Tagcloud

Doch was macht diesen neuen Trend Street Food so besonders? Ich persönlich glaube, es passt einfach gut in unsere Zeit. Viele von uns haben Verpflichtungen wie Arbeit, Familie und somit auch öfter einmal wenig Zeit. Gleichzeitig hat der Wert, den wir dem Essen in unserem Leben einräumen, gefühlt seit Jahren wieder zugenommen. Nicht umsonst sind die Zahlen von Fast-Food-Ketten rückläufig und Restaurants mit gesunden Speisekarten sowie Slow-Food-Bewegungen sprießen aus dem Boden. Es muss nicht immer vegetarisch sein (kann aber) – Hauptsache, es geht um gutes, frisches, hochwertiges Essen.

Darüber hinaus reist unsere Generation und die unserer Eltern viel (oder wir planen es zumindest ständig). Street Food gibt uns zum einen die Möglichkeit, wenn wir im Urlaub eine bestimmte Küche oder Speise kennen und schätzen gelernt haben, diese auch in der Heimat zu essen. Und andere Food trucks geben uns die Möglichkeit, etwas Fernweh zu spüren und gleichzeitig zu bekämpfen, indem sie Gerichte aus Ländern anbieten, die wir noch nicht bereist haben. Gleichzeitig haben viele – mich einbegriffen – so gerne sie vielleicht essen oder kochen einfach nicht immer die Zeit oder Lust, alles selbst zu machen. Und kennt ihr auch dieses wundervolle Gefühl, sich schlichtweg bekochen zu lassen? Das hat man bei Street Food, wenn man ein leckeres, frisches Essen in ungezwungener Atmosphäre serviert bekommt – und genau das alles macht auch hierzulande den Charme aus und ist der Grund, warum Street Food Deutschland Stück für Stück erobert.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2015 von in Allgemein und getaggt mit , , , , , , .
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