Küchenduft und Backgenuss

Für alle, die gerne essen, kochen und backen. Und für alle, die einfach gerne stöbern.

Ein etwas verspäteter Rückblick – Mein Macarons-Backkurs [yummy]

Bevor ich vollends ins neue Jahr starte, sei mir noch ein kleiner Rückblick gestattet 😉 Wie meine treuen Leser mitbekommen haben, war ich meinem Zeitplan dann doch manchmal hinterher – es gibt aber noch unbedingt einen Beitrag, den ich nachreichen will! 2015 war für mich das Jahr, indem ich mich nochmal aktiv für das Betreiben meines Blogs entschieden habe (nachdem ich ihn 2014 nach dem Studium gestartet hatte, aber schnell festgestellt habe, dass das doch ein ambitioniertes Hobby neben einer Vollzeitstelle ist). Immer mal wieder hatte ich überlegt, ob ich das Feld nicht den Mehr-Backenden, den Besser-Fotografierenden und den quasi-professionellenn Foodbloggern überlasse. Aber immer wieder habe ich mich dagegen entschieden, da ich nicht nur supergern koche und backe, sondern auch gerne darüber schreibe, quasi meine Privatbibliothek an Rezepten aufbaue und andere daran teilhaben lassen und ihnen eine Inspiration geben kann. Also habe ich beschlossen, ich stürze mich auch ein bisschen in mein Hobby und deswegen habe ich 2015 meinen ersten Backworkshop und meine erste Messe besucht. Schön war’s, und deswegen wollte ich diese Momente noch unbedingt mit euch teilen!

Mein erster Backkurs: Macarons
Wie ihr vielleichtich_beim_Macarons_fuellen schon bei dem ein oder anderen Kommentar oder spätestens bei meiner Vorstellung unserer lokalen Patisserie bemerkt habt, ich liiiiiiiebe Macarons. Ich kann das nicht mal richtig beschreiben, aber sowohl die Sorten – und fröhlich Farbvielfalt als auch die wunderbare Verschmelzung einer cremigen Ganache mit einem weich-knusprigen Makronenmantel im Mund begeistern mich immer wieder aufs Neue. Das einzige, was mich vom massenhaften Konsum in eben besagter Patisserie abhält, ist der Preis… Dachte sich auch mein Freund und wie toll das (für ihn und für mich 🙂 ) wäre, könnte ich Macarons Zuhause nachbacken. Weihnachten 2014 lag unter dem Weihnachtsbaum dann ein toller Umschlag für mich mit einem Kursgutschein. Nachdem ich beim ersten Termin krank war und alle weiteren ausgebucht waren, musste ich die Herbsttermine abwarten und habe im Oktober zugeschlagen. Nach einer kurzen Garagentorepisode (Panik!) kam ich pünktlich und musste erstmal breit grinsen, als nur Mädels am Treffpunkt standen – der Pâtissier war allerdings männlich. Sven von der Patisserie Ludwig in Karlsruhe verpasste uns Schürzen, einen Begrüßungssekt und legte gleich los mit einer allgemeinen Einführung und formulierte das anspruchsvolle Ziel, dass wir 5 verschiedene Sorten herstellen wollten. Der Theorieteil war ganz schön knackig, sodass ich trotz einer schriftlichen Rezeptanleitung einiges an Zusatzinfos mitgeschrieben habe.

 

Macarons selbst backen – los geht’s

Bei Macarons muss man für jede Sorte die Teigmasse und die Ganache neu ansetzen, man kann nicht einfach eine Grundmasse machen und dann automatisieren… Das erklärt die vielen Arbeitsschritte und warum dann das einzelne Stück so teuer ist. Rezepte gibt es wie Sand am mehr – die Quintessenz, die wir jedoch gelernt haben ist, dass die Rezepte mit einer Puderzucker-Baisermasse gar nicht klappen können, weil viel zu viel Luft im Teig ist (aaaaah, logisch, das erklärt die Risse bei diversen Versuchen à la Zeitschrift vom Kiosk). Stattdessen wird zunächst eine Puderzucker-Mandelmehl-Eiweiß-Mischung hergestellt und anschließend eine italienische Meringue untergerührt. Also wenn sich mein Kommen zu dem Kurz nicht schon mal allein für dieses Wissen gelohnt hat! Aber schließlich wollte ich nicht nur was lernen, sondern auch backen, backen und nochmal backen: Recht schnell schwangen wir zwölf Teilnehmerinnen dann auch selbst den Silikonschaber und rührten fleißig (und kräftig) die Teigmengen! Hier seht ihr den Teig für die Macarons-Schalen für die Sorte Himbeer-Rose-Litschi, die gebackenen Schalen für die Vanille-Macarons und work in progress bei den Haselnuss-Macarons.

Macarons_Teig

Macarons_Schalen

Macarons_fuellen

Zwischendurch gab’s eine leckere Stärkung und gleich ging’s damit weiter, die Schalen mit der Ganache zu füllen und zusammenzusetzen – meine Lieblingsarbeit 🙂 Ein toller Tipp vom Meister: Macarons sollten unbedingt eingefroren werden, dadurch werden sie schön saftig und weich… Ich hab den Vergleich gemacht, sie schmecken danach wirklich besser als ohne einfrieren! Und weil wir nicht nur Macarons machen wollten, gab’s gleich noch Macarons-Törtchen… wenn schon, denn schon! Unsere Backwerke haben wir dann mit nach Hause bekommen – und mein Freund hatte gleich eine leckere Belohnung für sein Geschenk.

Macarons_Toertchen

 

Macarons @home

Mein erster Nachbackversuch ist zugegebenermaßen katastrophal gescheitert, ich glaube es war eine Mischung aus zu grobem Mandelmehl und zu viel Feuchtigkeit (und meinem katastrophalen Herd!). Etwas desillusioniert habe ich mich erst jetzt im Januar an einen zweiten Versuch gewagt – wesentlich besser, es sind sogar wirklich Macarons rausgekommen (ok die zweite Fuhre, die erste war dank meines unterirdischen Ofens vollkommen klebrig und wanderte frustriert in den Müll). Aber die zweite Fuhre und das heimische Zureden haben gewirkt und ein paar leckere Macarons wurden produziert… puuuuh, der Backkurs hat sich gelohnt. Jetzt bleibe ich am Ball und versuche mich bestimmt demnächst an einer neuen Sorte!

 

Ihr merkt, ich bin schon wieder ins Schwärmen gekommen und habe viel mehr geschrieben, als ich eigentlich geplant habe – dann muss ich der Messe wohl einen eigenen Beitrag spendieren. Um das Ganze hier aber nicht nochmal zu verschieben, lasse ich euch heute schon mal an meinem Backkurs-Rückblick teilhaben. Habt ihr auch schon einmal einen gemacht? Oder einen Kochkurs? Wie waren eure Erfahrungen? Falls ihr noch keinen hattet, kann ich es nur empfehlen, es hat Spaß gemacht, gemeinsam mit lauter Gleichgesinnten zu backen. So, jetzt muss ich aber wirklich aufhören, an Essen zu denken, sonst gehe ich hungrig ins Bett… Und Entschuldigung, wenn IHR jetzt Hunger bekommen habt 🙂

 

[…. Seid also gespannt auf Teil 2 meines etwas verspäteten Rückblicks: Mein Besuch auf der eat & style 2015. Aber hey, einen Rückblick am Ende des Jahres schreiben kann ja jeder.]

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11. Januar 2016 von in Allgemein und getaggt mit , , .
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