Küchenduft und Backgenuss

Für alle, die gerne essen, kochen und backen. Und für alle, die einfach gerne stöbern.

Die Erkenntnis, dass Superfood noch Unterkategorien hat [Brainfood: Rezension]

Superfood ist immer noch ein Trend? Aber ja doch! Es vergeht kein Monat, in dem ich nicht irgendwo auf einem Blog, in einer Zeitschrift oder in einem Internet-Magazin einen kleinen oder großen Artikel dazu finde. Und wenn man davon einmal absieht, dass das Thema etwas gehypt wird, finde ich es trotzdem sehr interessant. Denn wenn man es auf das Wesentliche herunterbricht geht es darum herauszufinden, was in unseren Lebensmitteln drinsteckt und wie wir am besten davon profitieren. Man muss ja keinen strengen Plan einhalten oder sich Hamstervorräte von jedem Superfood beschaffen, aber ein bisschen Wissen über die Inhaltsstoffe unserer täglichen Nahrungsmittel kann nicht schaden. Mit einer speziellen Richtung beschäftigt sich das Buch „Brainfood“, welches Lebensmittel vorstellt und Rezepte anbietet, die vor allem für das Gehirn gut sein sollen.

Brainfood

Mein erster Eindruck:

Das Anliegen des Buches möchte ich zitieren: „Ein einfacher Weg, um auch in einem hektischen Alltag unser körperliches und mentales Potenzial zu erhalten.“ Wenn ich das lese, denkt doch fast jeder „Klar, das will ich!“, oder? Warum auch nicht, ich bin jedenfalls sehr neugierig auf den Inhalt. Dieser besteht aus einem umfangreichen theoretischen Teil und danach einem größeren Rezeptteil. Die sogenannte „kulinarische Apotheke“ ist sehr interessant zu lesen. Ich war teilweise so vertieft, dass ich vergessen habe, dass es ja eigentlich doch ein Kochbuch ist und danach Rezepte kommen 😉 Die sind aber durchdacht und am Konzept des Buches ausgerichtet: Bei Brainfood geht es darum, sich der Inhaltsstoffe in unseren Nahrungsmitteln bewusst zu werden, ihre Wirkung zu kennen und für einen selbst passende Gerichte mit gut zusammengestellten Zutaten zu kochen.

3 Superfoods, die auf meine Liste weit oben stehen: Erdbeeren, Cashewkerne und Chiasamen

3 Superfoods, die auf meine Liste weit oben stehen: Erdbeeren, Cashewkerne und Chiasamen

Steckbrief:

Autor: Rebecca Katz und Mat Edelson

Seiten: 246

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: AT Verlag

Wer möchte, kann „Brainfood“ hier* online bestellen:
Brainfood: Rezepte für Konzentration, Gedächtnis und geistige Klarheit

 

Das mag ich:

Besonders gut gefällt mir der informative/wissenschaftliche Teil des Buches. Der Titel „Brainfood“ steht also nicht nur für eine mehr oder weniger beliebige Sammlung an passenden Rezepten, sondern der Leser erfährt wirklich mehr über dieses Themengebiet. Es wird deutlich klargemacht, dass Ernährung eine bisher unterschätzte Rolle bei vielen spielt, ohne zu versprechen, das richtige Essen könnte heilen. Und wenn man die Informationen mit diesem Ansatz liest, dann kann man eigentlich nur gewinnen. Die Rezepte sind ein bunter Blumenstrauß von heiß und kalt, herzhaft und süß, Hauptgerichte und Snacks, Getränke und Dips… wer hier nichts findet, ist selber schuld.

 

Was man besser/anders machen könnte:

Jetzt kommt mein großes „Aber“: Das Bildmotiv auf der Umschlagseite macht Hunger auf mehr und ist echt toll angerichtet – viele anderen Rezepte sind jedoch sehr viel simpler. Die Bildmotive sind meist ohne viel Deko und erinnern mich ein wenig an einen kleineren Foodbloga (und zugegeben viele meiner anfänglichen Fotos), der noch nicht so viele Utensilien für das Ausschmücken der Fotos hat. Vielleicht ist es aber auch so gewollt, um den Fokus auf die Funktionalität des Essens zu lenken. Wer weiß, jedenfalls finde ich die Bilder sehr wichtig, da sie nun mal Blickfang sind. Und hier kommen sie eindeutig zu kurz. Apropos: Es gibt tatsächlich ein paar Doppelseiten ohne Rezeptbilder. Für mich heutzutage fast ein no go, da die Gestaltungsmöglichkeiten vielfältig sind. Eigentlich ist man ja nicht beschränkt auf entweder eine ganze DinA4-Seite Platz für ein Bild oder eben gar kein Bild… Vielleicht auch wieder einfach Geschmackssache, aber ich persönlich koche ungern Rezepte ohne Bilder nach, einfach, weil sowohl die Motivation auf den ersten Blick fehlt als auch der Anhaltspunkt, wie das Essen dann ungefähr auszusehen hat. Da z. B. das Garnelen-Curry (siehe unten) aber echt lecker klingt, werde ich mich wohl auch ohne Foto ans Nachkochen trauen.

 

Kommt auf meine Nachmach-Liste:

S. 49: Butternut-Kürbissuppe mit Ingwer und Walnusspaste

S. 109: Garnelen-Curry mit Süßkartoffel

S. 192: Falscher Granatapfel-Mojito

202: Mexikanische heiße Schokolade

brainfood_rezeptbild

Mein Gesamteindruck:

Eine interessante Lektüre mit schönen Rezeptanregungen. Für mich sticht deutlich der „Wissensteil“ hervor, aber auch bei den Rezepten ist für jeden etwas dabei. Wobei dies eindeutig ein Buch ist für Leute mit einer bereits gut sortierten Küche oder mit Lust zum Einkaufen – denn mit einer Handvoll Zutaten kommen nur die Getränke und Dips aus. Meine wesentliche Erkenntnis aus dem Buch: Auch ohne das Wissen konsumiert der halbwegs ernährungsinteressierte Leser bereits eine Menge „Superfood“ bzw. „Brainfood“; denn Erdbeeren, Kürbis, Cashewkerne und allerhand mehr sind normale Lebensmittel. Aber dass sich Kürbiskerne durch einen hohen Zinkgehalt auszeichnen, wusste ich vorher nicht. Und auch nicht, dass Vitamin A für die Konzentration wichtig ist. Durch das im Buch vermittelte Wissen kann man ihre Wirkungen gezielt kombinieren und einsetzen. Und ist es nicht immer ein schönes Gefühl, aus einem Buch tatsächlich etwas gelernt zu haben? Ich finde schon 🙂

 

Ich möchte mich herzlich beim AT-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken.

 

* Affiliate Link: Wenn ihr über diesen Link bei Amazon einkauft, bekommt Küchenduft und Backgenuss eine Provision – diese fließt in den Blog zurück, um den Blogauftritt weiter zu optimieren.

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