Rezension: Food Hacks

Die digitale Welt hat uns fest im Griff… ich gehöre zwar nicht zu den Menschen, die in einer fremden Stadt verloren sind, wenn das Datenvolumen alle ist oder der Akku leer ist. Aber manchmal frage ich mich schon, wie sich Leute Gedichte merken können, die sie vor 40 Jahren in der Schule hatten. Frage mich, ob sie in fremden Urlaubsländern vorher von jeder Sprache ein paar Brocken gelernt haben, weil man nichts kurz mal nachschlagen konnte. Oder denke daran, wie sie Umzugskartons voller Nachschlagewerke geschleppt haben. Naja, jedenfalls ist dieses „analoge“ Wissen trotz aller Vorteile der Digitalisierung manchmal ganz schön praktisch. Und davon habe ich heute jede Menge im Gepäck und habe euch das Buch „Food Hacks: 111 geniale Life Hacks für die Küche“ mitgebracht, das seit Weihnachten meinen Bücherschrank besiedelt.

  • Autor: Christina Kuhn
  • Verlag: Kosmet
  • Preis: 7,99 Euro

Life Hack - Wie sich Mikrowellen mit Zitronen reinigen lassen

Der Begriff kommt von dem Phänomen „Life Hacks“ (welcher sich aber über das Internet erst so stark verbreitet hat, was für eine Ironie). Bei Life Hacks geht es darum, Materialien oder Gegenstände zweckzuentfremden, um ein Problem zu lösen, etwas einfacher zu machen oder irgendwas Raffiniertes damit zu machen. Etwa aus alten Kartons ein Sofa bauen. Oder eine Kokosnuss mit einer Bohrmaschine öffnen. Oder oder oder… Es gibt Technik-Life-Hacks, Auto-Life-Hacks und auch Food-Hacks. Es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis es ein Buch dazu gibt – das Durchschmökern war ein kurzweiliger, aber sehr interessanter Zeitvertreib. Ich habe tatsächlich das ein oder andere dazugelernt.

Einen Eierpiekser selbst herstellen

Meine größten Aha-Momente:

  • Knoblauchknolle durch Schütteln in einem Glas schälen (S. 34)
  • Erdbeeren im Eierschneider in perfekte dünne Scheiben schneiden (S. 95)
  • Mit einer halben Kartoffel kann man die Spüle von Kalkspuren beseitigen (S. 142)
  • Eier in Herzform (S. 152)
  • Geeiste Sahnestücke als Deko herstellen (S. 179)

Im Buch gibt es 101 Tipps rund ums Essen und was man damit anstellen kann. Begleitet wird jede Seite von einem Bild – gut illustriert, auch wenn die Art und Weise der Bilder immer die gleiche ist. Ein paar der Food-Hacks waren mir bekannt, ein paar waren auch eher unspektakulär. Aber für jeden sollte hier die eine oder andere Erkenntnis warten, die man auch gut in seinen Alltag integrieren kann. Sehr unterhaltsam, nur ein Index fehlt… mir ging es so, dass ich dachte „da war doch irgendwas Cooles mit einer Kartoffel“ und ich konnte mich aber nicht mehr genau erinnern war. Aber mein Buch durchblättern auf der Suche danach sind mir immerhin wieder ganz viele andere Dinge auch aufgefallen. Für mich ist es tatsächlich ein gutes Geschenk für Foodies oder auch für Studenten, die mit den ganzen Haushaltstricks bestimmt viel anfangen können. Ich mag das Motto, was es auf der letzten Buchseite schön zusammenfasst: „Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht.“Eiersalat

P.S.: Weil ich es so genial finde, hier die Anleitung für Eier in Herzform – eine schöne Frühstücksüberraschung für die Liebsten: Eier wie gewohnt etwa 10 Minuten kochen, dann 2 Minuten abkühlren lassen und in ein geknicktes Stück Karton legen. Einen Stift oder ein Essstäbchen auf die obere Seite legen und den Karton und Stift mit 2 Gummibändern fixieren. Abkühlen lassen und dann in Scheiben schneiden.

P.P.S.: Für alle, die sich das Knoblauchschälen  nicht vorstellen können, hier mal ein YouTube-Video (statt Glas ist es hier eine Schüssel): https://www.youtube.com/watch?v=I0Uz3lrTnkk

 

Und wer jetzt neugierig geworden ist, kann das Buch beim Verlag bestellen oder online:


Food Hacks: 111 geniale Life Hacks für die Küche*

 

Vielen Dank an meine Mama für das Buch als Geschenk zu Weihnachten. Die Rezension spiegelt – auch in diesem Fall 😉 – meine eigene Meinung wider.

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